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	<title>Willkommen unterm Regenbogen!</title>
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	<item>
		<title>Glossar</title>
		<link>https://willkommen-unterm-regenbogen.info/glossar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Güldenzopf]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 11:55:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Informationen]]></category>
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					<description><![CDATA[Was die Buchstaben bedeuten! LSBTIQA+ Homosexualität bezeichnet eine sexuelle Orientierung, bei der sich Menschen emotional und sexuell zum jeweils gleichen Geschlecht hingezogen fühlen. Frauen nennen sich dann lesbisch, Männer schwul. Der Anteil an der Gesamtbevölkerung liegt bei 2-5 %. LSBTIQA+ Bisexualität bezeichnet die sexuelle Orientierung von Männern oder Frauen, die sich emotional und sexuell zu...]]></description>
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<h1 style="text-align: left";>Was die Buchstaben bedeuten!</h1>
<div class="z-raum"></div>
<div class="z-raum"></div>
<div class="zwue">
<b>LS</b>BTIQA+
</div>
<p>
Homosexualität bezeichnet eine sexuelle Orientierung, bei der sich Menschen emotional und sexuell zum jeweils gleichen Geschlecht hingezogen fühlen. Frauen nennen sich dann <b>l</b>esbisch, Männer <b>s</b>chwul. Der Anteil an der Gesamtbevölkerung liegt bei 2-5 %.
</p>
<div class="zwue">
LS<b>B</b>TIQA+
</div>
<p>
<b>B</b>isexualität bezeichnet die sexuelle Orientierung von Männern oder Frauen, die sich emotional und sexuell zu Menschen sowohl des eigenen als auch des anderen Geschlechts hingezogen fühlen. Die Ausprägung der Bisexualität kann unterschiedlich stark sein.
</p>
<div class="zwue">
LSB<b>T</b>IQA+
</div>
<p>
<b>T</b>ranssexualität oder <b>T</b>ransidentität ist die dauerhafte innere Gewissheit, dem anderen als dem Geburtsgeschlecht anzugehören. Dazu zählt die Ablehnung der körperlichen Merkmale des angeborenen Geschlechts und der mit dem biologischen Geschlecht verbundenen Rollenerwartungen.
</p>
<div class="zwue">
LSBT<b>I</b>QA+
</div>
<p>
<b>I</b>ntersexualität kennzeichnet Menschen, die genetisch und/oder anatomisch und hormonell nicht eindeutig dem weiblichen oder dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden können.
</p><p>
</p><div class="zwue">
LSBTI<b>Q</b>A+
</div>
<p>
<b>Q</b>ueer steht für nichtheterosexuelle Identitäten, die sich nicht unter L, S, B, T, I oder A einordnen lassen, und die der gesellschaftlich akzeptierten Norm von Geschlecht und Sexualität nicht entsprechen.
</p>
<div class="zwue">
LSBTIQ<b>A</b>+
</div>
<p>
<b>A</b>sexuell steht für Menschen, die kein Interesse oder kein Bedürfnis danach haben, mit einem anderen Menschen intim zu werden. Asexuelle Menschen fühlen sich also grundsätzlich zu niemandem sexuell hingezogen.
</p>
<div class="zwue">
LSBTIQA<b>+</b>
</div>
<p>
Das <b>+</b> steht für weitere geschlechtliche und sexuelle Identitäten, die sich nicht in der »heterosexuelle Norm« wiederfinden.
</p><p>





</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Adventist und homosexuell?</title>
		<link>https://willkommen-unterm-regenbogen.info/adventist-und-homosexuell/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Güldenzopf]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 11:46:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Informationen]]></category>
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					<description><![CDATA[Hallo, du bist Adventist oder in adventistischer Umgebung aufgewachsen, und du merkst, dass du oder dein Kind oder deine Freundin oder dein Freund eigentlich doch anders (b)ist?! Und vielleicht hast du auch schon erfahren, dass beim Anderssein, besonders wenn jemand aus der Geschlechterrolle fällt, Verständnis und Toleranz ziemlich schnell gefährdet sind?! Für dich ist diese...]]></description>
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<body>

<h1>Hallo,</h1>
<div class="z-raum"></div>

<p>
du bist Adventist oder in adventistischer Umgebung aufgewachsen, und du merkst, dass du oder dein Kind oder deine Freundin oder dein Freund eigentlich doch anders (b)ist?!
</p>
<p>
Und vielleicht hast du auch schon erfahren, dass beim Anderssein, besonders wenn jemand aus der Geschlechterrolle fällt, Verständnis und Toleranz ziemlich schnell gefährdet sind?!
</p>
<div class="zwue">
Für dich ist diese Information bestimmt, denn du bist nicht allein
</div>
<p>
Es gibt
<span style="color:#191970;">Seventh-Day-Adventist Kinship International</span>.
Diese Organisation bietet eine geschützte geistliche und soziale Gemeinschaft für lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle und intersexuelle Siebenten-Tags-Adventisten und solche die es mal waren, als auch ihren Familien und Freunden überall auf der Welt.
</p>
<p>
SDA Kinship ist auch in Deutschland vertreten.
</p>
<p>
Am Ende dieser Information findest die Email-Adresse von Kinship-Deutschland, wo man bereit ist, Fragen zu <em>LSBTIQA+ in der Adventgemeinde</em> zu beantworten.
Sie bietet sich an als Anlaufstelle für lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, intersexuelle und andere nichtheterosexuelle Siebenten-Tags-Adventisten und ihre Angehörigen und Freunde.
</p>
<div class="zwue">
Die Ziele von SDA Kinship sind
</div>
<ul>
<p>
denen ein Ohr zu bieten, die dringend eine vertrauenswürdige Person brauchen, mit der sie reden können;
</p>
<p>
Familienmitgliedern und Freunden über den ersten Schock, Kummer, Schmerz, Scham oder Angst hinweg zu helfen;
</p>
<p>
dass Familienmitglieder und Freunde ihr eigenes Leiden bewältigen und ihnen zu helfen, die Situation ihrer Kinder und Freunde zu verstehen, die nicht selten an sich zweifeln, in ihrem Glauben verwirrt sind und von ihrem Umfeld Ablehnung erfahren;
</p>
<p>
Eltern und Freunde zu ermutigen, ihren Kindern und Freunden mit nicht heterosexueller Orientierung die bedingungslose Liebe Gottes zu zeigen und sie derer zu versichern;
</p>
<p>
unseren Gemeinden Informationen und Hilfen bereitzustellen, die dazu beitragen können, sich über Ignoranz und Vorurteile zu erheben, und sich in echtem Mitgefühl und Verständnis denen zuzuwenden, die leider häufig nicht so behandelt werden, wie Jesus es uns vorgelebt hat.
</p>
</ul>
<div class="zwue">
Was du bei SDA Kinship nicht finden wirst,
</div>
<p>
sind Hinweise auf oder Angebote von Konversionstherapien, denn „Therapien“ zur Veränderung der Homosexualität sind unethisch und verstoßen gegen anerkannte fachliche Standards.
</p>
<div class="hz"></div><div class="hz"></div><div class="hz"></div>
<p>
Der deutsche Zweig von SDA Kinship International organisiert Treffen, die dem gegenseitigen Kennenlernen, dem Gedankenaustausch und der Geselligkeit dienen.
(Informationen dazu bei <a href="mailto:kinshipgermany@sdakinship.org">kinshipgermany@sdakinship.org</a>)
</p>
<div class="hz"></div><div class="hz"></div>
<p>
SDA Kinship International bekennt sich zur Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und möchte sich in der Gemeinde auch aktiv und konstruktiv einbringen und sie fördern.
</p>
<div class="zwue">
SDA Kinship International setzt sich dafür ein,
</div>
<p>
dass LSBTIQA+-Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ihren Glauben an Jesus Christus und seine Erlösung als vollwertige Gemeindemitglieder diskriminierungsfrei leben können und Gleichstellung die Regel ist.
</p>
<p>
dass die Liebe zwischen zwei Menschen gleichen Geschlechts denselben Stellenwert hat wie die zwischen heterosexuellen Partnern und für sie dieselben von Gott gegebenen Werte Grundlage sind.
</p>
<div class="zwue">
Informationen:
</div>
<a href="https://www.sdakinship.org">»sdakinship.org«</a>
<div class="hz"></div><div class="hz"></div>

<a href="mailto:kinshipgermany@sdakinship.org">»kinshipgermany@sdakinship.org«</a>

</body>

</html>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Biblische Aussagen zu homosexuellem Verhalten</title>
		<link>https://willkommen-unterm-regenbogen.info/biblische-aussagen-zu-homosexuellem-verhalten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Güldenzopf]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 19:30:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Informationen]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich komme zum zweiten Teil meiner Gedanken zur Homosexualität, um zu schauen, was die Bibel zu dem Thema zu sagen hat. Es ist hilfreich, wenn du eine Bibel zur Hand hast, um die Texte, die ich anführe, lesen zu können. Zunächst werde ich meine Herangehensweise an biblische Texte erläutern. Grundsätzliches Jedes Übersetzen der Bibel ist...]]></description>
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</style>



<div class="z-raum"></div>
<div class="z-raum"></div>
<div class="gliederung">
<p>
Ich komme zum zweiten Teil meiner Gedanken zur Homosexualität, um zu schauen, was die Bibel zu dem Thema zu sagen hat.
Es ist hilfreich, wenn du eine Bibel zur Hand hast, um die Texte, die ich anführe, lesen zu können.
</p>
<p>
Zunächst werde ich <b>meine Herangehensweise</b> an biblische Texte erläutern.
</p>

<div class="zwue">
Grundsätzliches
</div>
<div class="hz"></div>
<span class="betont">Jedes Übersetzen der Bibel ist Auslegung der Bibel!</span>
<div class="hz"></div>
<p>
Jeder Bibelübersetzer wird bei vielen hebräischen oder griechischen Wörtern mit einer großen Auswahl an deutschen Wörtern konfrontiert, die oft eine große Bandbreite an Bedeutungen abdecken.
Und er wird das Wort wählen, das seine religiöse Prägung wiedergibt.
</p>
<div class="hz"></div>
<span class="betont">Jedes Lesen der Bibel ist Auslegung der Bibel!</span>
<div class="hz"></div>
<p>
Wenn ich die Bibel lese, begegne ich Gedanken, Bildern, Geschichten, die 2000 bis 3500 Jahre alt sind. Sie stammen aus alten Kulturen, die uns fremd sind. Sie sind in Sprachen geschrieben, die man heute nicht mehr spricht. Und sie wurden Menschen erzählt, die überwiegend weder lesen noch schreiben konnten.
</p>
<p>  Das muss ich nun auf mein Leben und mich und meine Zeit übertragen. Manches geschieht automatisch, bei manchem müssen wir nachdenken. Und oft machen wir den Fehler, dass wir mit einer analytisch geschulten Denkweise des 21. Jahrhunderts die biblischen Texte lesen wollen.
</p>
<p>
Auseinandersetzen mit der Bibel ist der Versuch, zu erkennen, was der Schreiber seinen Zeitgenossen sagen wollte.
</p>
<p>
Dazu kommt, dass die Institution Kirche uns häufig vorgibt, wie wir die Bibel lesen sollen und wie ein Text zu verstehen ist.
</p>
<div class="zwue">
Das biblische Weltbild
</div>

<span class="betont">Was sagt dir dieses Bild?</span>
<div class="hz"></div>
<img decoding="async" src="https://willkommen-unterm-regenbogen.info/wp-content/uploads/2021/09/unnamed.jpg" style="margin:10px" ;="" alt="Biblisches Weltbild">
<div class="hz"></div>
<span class="betont">Es ist das biblische Weltbild!</span>
<div class="hz"></div>
<p>
Das ist das, was in 1. Mose 1,6–10 ausgesagt wird.
</p>
<p>
Dort wird uns berichtet, dass Gott eine Trennung (ein Firmament, ein festes Element oder Gewölbe) schuf, die das Wasser unterhalb vom Wasser oberhalb trennte.</p>
<p>
In 1. Mose 7,10–11 wird berichtet, dass alle Quellen einer gewaltigen Urflut aufbrachen und die Schleusen des Himmels sich öffneten.
</p>
<p>
Ergänzt wird diese Darstellung durch Fragen, die Gott an Hiob richtet (Hiob 38,4–7. 22–23).
Gott spricht von den Pfeilern der Erde und den Kammern des Schnees und des Hagels.
</p>
<p>
Die Wenigsten von uns werden dieses (biblische Welt-)Bild vor Augen haben, wenn sie die genannten Texte lesen und um die Erde jetten.
</p>
<p>
Wir interpretieren Texte automatisch durch die Brillen unserer religiösen Erziehung und/oder unserer Lebenserfahrungen.
</p>
<p>
Ich möchte aber nicht nur durch meine Brille und die unserer Kirche schauen, sondern auch, wenn irgendwie möglich, die Brillen des Schreibers und der Empfänger ausprobieren.
</p>
<div class="zwue">
Mein persönliches Gottesbild
</div>
<div class="hz"></div>
<span class="betont">Ein Zweites, das für mich wichtig ist,</span><p> ist das Gottesbild, mit dem ich einen Text lese.
</p>
<p>
Der Schreiber des Hebräerbriefs sagt uns in Hebräer 1,1–4, dass Jesus die vollkommene Offenbarung von Gott ist. Und Jesus sagte: »Ich und der Vater sind eins« (Johannes 10,30) und: »Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen«.
</p>
<p>
Und Johannes bringt es auf den Punkt, wenn er in 1. Joh. 4,8 schreibt: »Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe«.
</p>
<p>
Wenn ich im Alten Testament z. B. Texte lese, die Gott anders darstellen, als Jesus ihn offenbart hat, dann gibt es für mich nur die Schlussfolgerung, dass diese Beschreibung von Gott unvollkommen, fehlerhaft oder sogar falsch ist.
</p>
<p>
Wenn man das beim Lesen der Bibel nicht berücksichtigt, muss man manches überlesen oder verdrängen oder sich krampfhaft eine Harmonisierung von gegensätzlichen Aussagen herbeireden.
</p>
<div class="zwue">
Nun zum Eigentlichen
</div>
<p>
Ich gehe auf die Texte ein, die im Zusammenhang mit der Homosexualität genannt werden.
</p>
<h5>
Homosexuelles Verhalten im »Alten Testament«
</h5>
<div class="hz"></div>
<span class="betont">1. Buch Mose (Genesis)
</span>
<div class="hz"></div>
<p>
Unseren ersten Abschnitt finden wir in 1. Mose 19,1-11.
</p>
<p>
Zwei Gottesboten kommen nach Sodom, Lot nimmt sie bei sich auf, und abends kommen »die Männer von Sodom, Jung und Alt, alles Volk von weit und breit«, und wollen die beiden Männer vergewaltigen.
</p>
<p>
Diesen Text gegen Homosexuelle ins Feld zu führen, ist sehr gewagt, denn es wird kaum »alles Volk von weit und breit« homosexuell gewesen sein.
</p>
<p>
Zu dem Grund, warum Sodom unterging, lies einmal Hesekiel 16,46–50.
</p>
<p>
Ich empfehle, auch die Geschichte zu lesen, die in Richter 19, ab Vers 15 berichtet wird.
</p>
<p>
Gruppenvergewaltigungen sind ein Mittel, um Menschen psychisch zu zerstören.
</p>
<p>

„Stärker als bei einer Einzelvergewaltigung werden die Opfer zusätzlich gedemütigt und erniedrigt, sie werden in einem hohen Maß deindividualisiert und zum Objekt degradiert, an dem »Experimente« vorgenommen werden. Das durch die zahlenmäßige Überlegenheit verstärkte Ohnmachtsgefühl des Opfers wird genossen, die Tat als Form der Unterhaltung verstanden.
</p>
<p>
Eine Gruppenvergewaltigung verursacht bei dem Opfer schwerere physische und psychische Schäden als eine Vergewaltigung durch einen Einzeltäter ‟
</p>
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vergewaltigung" style="font-family: Rambla; font-size:calc(0.3rem + 0.5vw); line-height:calc(0.5rem + 0.3vw); color:#bc8f8f; text-align:left;">(https://de.wikipedia.org/wiki/Vergewaltigung (20.01.2019))</a>

<div class="hz"></div>
<span class="betont">3. Buch Mose (Leviticus)</span>
<div class="hz"></div>
<p>

Die nächsten Texte stehen in 3. Mose 18,22 und 3. Mose 20,13. 
</p>
<p>
Hier geht es um gleichgeschlechtlichen Sex unter Männern.
</p>
<p>
In den Mosebüchern wird zu einer patriarchalischen Gemeinschaft gesprochen. Der Mann allein zählt, die Frau ist Besitz eines Mannes.
</p>
<p>
Die Rolle des Mannes ist fest definiert. Er soll Oberhaupt einer Sippe werden und viele Kinder zeugen, möglichst Söhne. Dieser Erwartung der Gesellschaft konnte sich ein Mann nicht entziehen. Ein Sohn wurde von seinen Eltern verheiratet.
</p>
<p>
Die antike Vorstellung war: Der Mann spendet den Samen, in dem alles, was zum Menschwerden gebraucht wird, enthalten ist. Die Menge des Samens ist begrenzt. Darum ist eine Vergeudung ein Handeln gegen die Natur.
</p>
<p>
Die Frau ist der feuchte Grund, in den der Same gelegt wird und in dem er aufgehen und wachsen kann.
</p>
<p>
Beim Analverkehr wird der wertvolle Same verschwendet.
</p>
<p>
Dazu kam, dass es für einen Mann entehrend war, sich in die »Frauenrolle« zu fügen. Der Mann war der Penetrierende, die penetrierte Person stand sozial weit unter dem Mann.
</p>
<p>
Wenn homosexuelle Praktiken außerhalb der Tempelprostitution ausgeführt wurden, bedeutete das, dass Macht ausgenutzt, Gewalt angewendet wurde, und ein Mensch erniedrigt, entehrt und missbraucht worden ist.
</p>
<div class="hz"></div>
<p>
Der religiöse Hintergrund, der für das Volk Israel galt, wird in 3. Mose 18,1–3. 24 beschrieben. Das Volk sollte sich nicht verunreinigen. Rein und unrein sind Begriffe aus dem religiösen Kult der Israeliten.
</p>
<p>
Praktiken, die mit dem Götzendienst der Kanaaniter in Zusammenhang gebracht werden können, machen unrein und sind daher Gott ein Gräuel.
</p>
<p>
Das Verbot der heidnischen Bräuche geriet offensichtlich in Vergessenheit, denn in 1. Könige 14, 22–24 wird beschrieben, dass es in Israel Kulthöhen, Steinmale und Kultpfähle und sogar Götzengeweihte gab.
</p>
<p>
Diese »Götzengeweihten« waren weibliche und männliche Tempelprostituierte.
</p>
<p>
Nirgendwo in der Bibel werden eine homosexuelle »Subkultur« oder auf Dauer angelegte echte homosexuelle Partnerschaften beschrieben, wie wir sie aus unserem Kulturraum kennen.
</p>
<p>
In 3. Mose 20 werden viele der heidnischen Gepflogenheiten mit der Todesstrafe belegt.
</p>
<p>
Aber genau solche »Sünden« werden ausgerechnet auch von den Patriarchen, denen Gottes Verheißungen galten, selbst begangen:
</p>
<div class="hz"></div>
<ul style="text-indent:0; padding-left:2rem;">
<p>
Abraham heiratete die Tochter seines Vaters
</p>
<span class="ursprung">(Verstoß gegen 3. Mose 18,11).</span>

<p>
Jakob heiratete eine Frau und ihre Schwester gleichzeitig
</p>
<span class="ursprung">(Verstoß gegen 3. Mose 18,18).</span>

<p>
Ruben schlief mit der Frau seines Vaters
</p>
<span class="ursprung">(Verstoß gegen 3. Mose 18,8).</span>

<p>
Juda schlief scheinbar mit einer Prostituierten
</p>
<span class="ursprung">(Verstoß gegen 5. Mose 23,18),</span>

<p>
 in Wirklichkeit aber mit seiner Schwiegertochter 
</p>
<span class="ursprung">(Verstoß gegen 3. Mose 18,15).</span>

</ul>
<div class="hz"></div>
<p>
Wir müssen also offenbar davon ausgehen, dass Gott nicht nur die nackten Tatbestände an sich beurteilt, sondern auch die Grundhaltung des Menschen zu ihm in seine Be- und Verurteilung mit einfließen lässt.
</p>
<div class="hz"></div>
<p>
Wir können daraus natürlich nicht schließen, dass Gott diese Taten der Patriarchen guthieß, aber es hinderte ihn nicht daran, sie aus Barmherzigkeit ein Leben mit ihm führen zu lassen.
</p>
<p>
Vielleicht sollten von daher auch wir vorsichtiger mit dem »Gräuelargument« umgehen, wenn wir eine bestimmte Gruppe, in diesem Fall die Homosexuellen, hart be- und verurteilen.
</p>
<div class="zwue">
Homosexuelles Verhalten im »Neuen Testament«
</div>
<p>
Ein gewichtiges Argument gegen die Homosexualität sieht man auch in ihrer ausschließlich kritischen Erwähnung, nicht nur im alttestamentlichen Kontext, sondern auch im Neuen Testament.
</p>
<div class="hz"></div>
<p>
Ob der Apostel Paulus – von ihm stammen ja die Aussagen zur angeblichen Homosexualität im Neuen Testament – auch Stellung gegen die dauerhafte Partnerschaft zweier homosexuell veranlagter Menschen beziehen wollte, und ob er solche überhaupt kannte und kennen konnte, lässt sich nicht eindeutig beantworten.
</p>
<div class="hz"></div>
<p>
In der griechisch geprägten Kultur galten Frauen, wie in Israel, wesentlich weniger als Männer. Die heirateten meist erst im fortgeschrittenen Alter und häufig sehr junge, kaum geschlechtsreife Frauen bzw. Mädchen.
</p>
<p>
Der jugendliche, wohlgestaltete männliche Körper galt als das Ideal der Schönheit.
</p>
<div class="hz"></div>
<p>
Den weitaus überwiegenden Teil ihrer Zeit verbrachten Männer in der Gesellschaft von Männern.
</p>
<p>
Sexuelle Kontakte konzentrierten sich vor der – spät geschlossenen – Ehe in der Regel auf Prostituierte oder eben auf Knaben.
</p>
<p>
Homoerotische Beziehungen zwischen Männern genossen ein hohes Ansehen, teils wurden sie höher eingeschätzt als die Liebe zu Frauen, und sie wurden von daher auch durchaus neben einem heterosexuellen Verkehr mit der Ehefrau fortgesetzt.
</p>
<p>
Ein Mann konnte sich einen Jungen zum »Geliebten« nehmen – daher der Begriff »Knabenliebe« – und spielte dann eine Art Beschützerrolle.
</p>
<p>
Diese »Geliebten« waren allerdings nur befristet »im Dienst«. Sobald der Junge etwa 18 Jahre alt und damit Mann wurde (ab dann war es für ihn entehrend), wurde er durch einen jüngeren Nachfolger ersetzt.
</p>
<p>
Auch junge männliche Sklaven, für die es sogar einen eigens organisierten Handel gab, konnten zu sexuellen Diensten benutzt werden.
</p>
<div class="zwue">
Paulus’ Brief an die Christen in Rom
</div>
<p>
In Römer 1 finden sich die klassischen, gegen Homosexualität angeführten Aussagen. Allerdings betreffen eigentlich nur die beiden Verse 26 und 27 homosexuelles Verhalten, nicht etwa der gesamte umliegende Text, wie manchmal angenommen wird.
</p>
<div class="hz"></div>
<p>
Paulus entfaltet in Römer 1 seine theologische Interpretation der Verlorenheit und Verkehrtheit der Menschen. Endziel seiner gesamten Argumentation ist die Folgerung, dass alle Menschen, Juden und Heiden, Fromme und Gottlose, nicht aus eigener Anstrengung heraus in Gottes Reich gelangen können, sondern allein durch den Glauben an Jesus und sein vollendetes Erlösungshandeln.
</p>
<p>
Als Grundübel sieht er die willentliche Abkehr von Gott bzw. von dem, was jeder Mensch über ihn an Erkenntnis gewinnen könnte. Statt des Schöpfers erwählt sich der Mensch das Geschöpf (und damit letztlich sich selbst) als Gott, den er anbetet.
</p>
<p>
Der Mensch wird zum Götzendiener. Gottes »Strafe« hierfür besteht nicht in aktiven Vergeltungsmaßnahmen, sondern darin, dass er die Menschen die Folgen ihres Tuns tragen lässt.
</p>
<div class="hz"></div>
<p>
Diese Folgen werden mit einem dreifach wiederholten »darum lieferte Gott sie aus« geschildert und dramatisch gesteigert.
</p>
<p>
Der Gottlosigkeit folgt die Gesetzlosigkeit. Das von Gott abgekehrte Denken offenbart sich in verkehrten sittlichen Verhältnissen.
</p>
<p>
Männliche und weibliche homosexuelle Praktiken werden hier als ein Beispiel unter dem zweiten »ausgeliefert sein« genannt.
</p>
<div class="hz"></div>
<p>
Was man beachten sollte: Es handelt sich nicht um einen Lehrtext zur Homosexualität. Vielmehr sucht Paulus in seiner Darlegung ein griffiges Beispiel für die ganz allgemeine Begründung sündhaften Verhaltens. Und dazu benutzt er perverse Sexspiele von heterosexuellen Menschen.
</p>
<p>
Ob der Apostel Paulus auch Stellung gegen die dauerhafte Partnerschaft zweier homosexuell veranlagter Menschen beziehen wollte, ja, ob er solche überhaupt kannte und kennen konnte, möchte ich infrage stellen.
</p>
<div class="hz"></div>
<p>
In Römer 1 geht es um Menschen, die nichts mit Gott zu tun haben wollen. Deshalb kann man die Aussagen nicht aus dem Kontext lösen und auf Menschen, die Jesus als ihren Erlöser angenommen haben, anwenden, auch nicht auf Lesben und Schwule in der christlichen Gemeinde!
</p>
<div class="zwue">
Paulus’ Brief an die Christen in Korinth
</div>
<p>
Der zweite Abschnitt, der oft gegen Homosexualität genannt wird, steht in 1. Korinther 6,9-10.
</p>
<p>
Auf homosexuelles Verhalten beziehen sich die beiden Ausdrücke »Lustknaben« und »Knabenschänder«. Erstere sind die »malakoi« (griechisch für »Unmännliche, Verweichlichte, Verweiblichte«), vermutlich eine Art Strichjungen, die sich ein weibliches Aussehen gaben, indem sie sich schminkten, die Körperhaare abrasierten und Frauenkleider trugen. Sie ließen sich für ihre Dienste bezahlen.
</p>
<p>
Die zweite Gruppe wird »arsenokoitai« genannt, zusammengesetzt aus den griechischen Wörtern für »Mann« und »Bett«, was so viel bedeutet wie: »die mit Männern schlafen«, zunächst ein sehr allgemein klingender Ausdruck.
</p>
<p>
Die Nennung in einem Atemzug mit den »malakoi«, also vermutlich Prostituierten, lässt dabei aber vor allem an ihre Kunden denken. Dies kommt auch in der Übersetzung mit »Knabenschänder« zum Ausdruck.
</p>
<p>
Eine ähnliche Einbettung in eine Welt promiskuitiv {Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern habend} gelebter homosexueller Aktivitäten findet sich übrigens auch in der Textstelle des Timotheusbriefs.
</p>
<p>
Da der Ausdruck »arsenokoitai« nicht zum gängigen griechischen Wortschatz der damaligen Zeit gehörte, vermuten manche Ausleger, dass Paulus diesen Begriff geschaffen hat, der auf die griechische Übersetzung des bekannten Textes in 3. Mose »der mit einem Mann schläft wie mit einer Frau« anspielt.
</p>
<p>
Auch hier bleibt die Frage offen, ob die Zielrichtung der paulinischen Argumentation sich überhaupt auf homosexuelle Liebesbeziehungen bezog oder beziehen konnte, oder ob Paulus nicht vielmehr die damals an der Tagesordnung befindliche Form homosexueller, promiskuitiver Sexualpraktiken vor Augen hatte, deren weitere Ausübung innerhalb der christlichen Gemeinde er selbstverständlich etwas entgegensetzen wollte.
</p>
<div class="zwue">
Paulus’ Brief an Timotheus
</div>
<p>
Auch im Timotheusbrief (1. Timotheus 1,8–11) findet sich eine Aufzählung mit Beispielen verschiedener Sünden innerhalb eines übergeordneten theologischen Argumentationszusammenhangs.
</p>
<p>
Nacheinander werden genannt: »Gesetzlose, Ungehorsame, Gottlose, Sünder, Menschen ohne Glauben und Ehrfurcht, solche, die Vater oder Mutter töten, Mörder, Unzüchtige, Knabenschänder, Menschenhändler, Leute, die lügen und Meineide schwören und all das tun, was gegen die gesunde Lehre verstößt«
</p>
<p>
Auch hier steht der Begriff »arsenokoitai« im unmittelbaren Textzusammenhang mit einer anderen Gruppe, die am ehesten in die Welt käuflicher Liebe einzuordnen ist. »Menschenhändler« waren es ja, die geraubte oder verkaufte Kinder als Sklavenware weiterverkauften – häufig mit sexueller Bestimmung.
</p>
<div class="zwue">
Abschließende Gedanken
</div>
<p>
Wie bereits erwähnt, sind »Homosexualität« und »homosexuell« moderne, psychologisch orientierte Begriffe, die eine andere Bedeutung haben als die biblischen Wörter, die letztlich nur Umschreibungen bestimmter Handlungsmuster darstellen.
</p>
<p>
Die heutige Auffassung einer homosexuellen Persönlichkeitsorientierung, z.B. in den Begriff »arsenokoitai« hineinzulesen, geht vermutlich an den Gedanken der neu- (wie alt-)testamentlichen Autoren völlig vorbei.
</p>
<div class="hz"></div><div class="hz"></div>
<p>
Ich habe die Überzeugung gewonnen, dass wir in der Bibel nichts finden, was gegen gleichgeschlechtlich orientierte Menschen vorgebracht werden kann, um sie auszugrenzen und um ihnen ihren Glauben abzusprechen.
</p>
<div class="hz"></div>
<p>
»Darum setze ich mich dafür ein, dass LSBTIQ+–Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ihren Glauben an Jesus Christus und seine Erlösung als vollwertige Gemeindemitglieder diskriminierungsfrei leben können und Gleichstellung die Regel ist.
</p>
<div class="hz"></div>
<p>
Ich plädiere dafür, dass die Liebe zwischen zwei Menschen gleichen Geschlechts denselben Stellenwert hat wie die zwischen heterosexuellen Partnern und für sie dieselben von Gott gegebenen Werte Grundlage sind.«*
</p>
<span class="ursprung">* Aus dem Flyer »Homosexuell und Adventist sein?! ..«</span>




</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Grundlegende Gedanken zum Thema »Homosexualität«</title>
		<link>https://willkommen-unterm-regenbogen.info/grundlegende-gedanken-zum-thema-homosexualitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Güldenzopf]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 18:41:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Informationen]]></category>
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					<description><![CDATA[Einstieg Begriffsbestimmungen Der Begriff »Homosexualität« ist verhältnismäßig jung und eine Wortneubildung aus dem Jahr 1868. Er wurde geprägt vom österreichisch-ungarischen Schriftsteller Karl Maria Kertbeny aus dem griech. »ὁμός» [homόs], das bedeutet »gleich«, und dem lat. »sexus«, das heißt »Geschlecht« (https://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualität (30.12.2018)) Gleichzeitig prägte er als Gegenbegriff die Bezeichnung »Heterosexualität«. (Griech. »ἕτερος« [heteros] »der Andere«, »ungleich«...]]></description>
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<h1>Einstieg</h1>
<div class="z-raum"></div>
<div class="zwue">
Begriffsbestimmungen
</div>
<p>

Der Begriff »Homosexualität« ist verhältnismäßig jung und eine Wortneubildung aus dem Jahr 1868. Er wurde geprägt vom österreichisch-ungarischen Schriftsteller Karl Maria Kertbeny aus dem griech. »ὁμός» [homόs], das bedeutet »gleich«, und dem lat. »sexus«, das heißt »Geschlecht«
</p>
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualität" style="font-family: Rambla; font-size:calc(0.3rem + 0.5vw); line-height:calc(0.5rem + 0.3vw);
	color:#bc8f8f; text-align:left;">(https://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualität (30.12.2018))</a>
<div class="hz"></div>
<p>
Gleichzeitig prägte er als Gegenbegriff die Bezeichnung »Heterosexualität«. (Griech. »ἕτερος« [heteros] »der Andere«, »ungleich« und lat. »sexus« = »Geschlecht«.
</p>
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heterosexualität" style="font-family: Rambla; font-size:calc(0.3rem + 0.5vw); line-height:calc(0.5rem + 0.3vw); color:#bc8f8f; text-align:left;">(https://de.wikipedia.org/wiki/Heterosexualität (30.12.2018))</a>

<div class="hz"></div>
<p>
Richard von Krafft-Ebing (deutsch-österreichischer Psychiater und Neurologe sowie Rechtsmediziner) sorgte ab 1886 mit seinem Werk ⁕Psychopathia sexualis⁕ für eine weite Verbreitung der Wortneubildungen.
</p>
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualität" style="font-family: Rambla; font-size:calc(0.3rem + 0.5vw); line-height:calc(0.5rem + 0.3vw); color:#bc8f8f; text-align:left;">(https://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualität (30.12.2018))</a>
<div class="hz"></div>

<div class="zwue">
Von der Straftat zur Krankheit
</div>
<p>
»Homosexuell« wurde dann zu einem überwiegend medizinisch gebrauchten Wort und »Homosexualität« wurde als Krankheit bzw. psychische Störung angesehen.
Der Umstand, dass »homo« im Lateinischen »Mann« (aber auch »Mensch«) bedeutet, und nicht, wie das griechische »ὁμός« [homόs], »gleich«, führt häufig zu einer irrtümlichen Verengung der Wortbedeutung auf »männliche Sexualität«, im Besonderen auf männliches gleichgeschlechtliches Sexualverhalten.
</p>
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualität" style="font-family: Rambla; font-size:calc(0.3rem + 0.5vw); line-height:calc(0.5rem + 0.3vw); color:#bc8f8f; text-align:left;">(https://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualität (30.12.2018))</a>
<div class="hz"></div>
<p>
1864, vier Jahre vor Kertbenys Wortschöpfung, veröffentlichte Karl Heinrich Ulrichs (ein deutscher Jurist, Journalist, Verleger, Schriftsteller) die erste von insgesamt 12 Schriften ⁕Forschungen über das Räthsel der mannmännlichen Liebe⁕.
</p>
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Heinrich_Ulrichs" style="font-family: Rambla; font-size:calc(0.3rem + 0.5vw); line-height:calc(0.5rem + 0.3vw); color:#bc8f8f; text-align:left;">(https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Heinrich_Ulrichs (30.12.2018))</a>
<div class="hz"></div>
<p>
In ihnen stellte Ulrichs die Hypothese von der weiblichen Seele im männlichen Körper auf. Gleichgeschlechtliche Liebe nannte er »Uranismus«. Ulrichs bekannte sich öffentlich als Urning (Urninde weibl.).
</p>
<p>
Er ging von einer natürlichen, nicht krankhaften Veranlagung aus und forderte daher die Straflosigkeit homosexueller Handlungen.
Durch seine Selbstbeschreibungen und Publikationen wurde er zu einem der Pioniere der damals noch im Entstehen begriffenen Sexualforschung.
1880 musste Ulrich nach Italien ins Exil fliehen. Er wurde in den deutschen Staaten verfolgt, weil er »widernatürliche Wollust mit anderen Männern treibe«
</p>
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Heinrich_Ulrichs" style="font-family: Rambla; font-size:calc(0.3rem + 0.5vw); line-height:calc(0.5rem + 0.3vw); color:#bc8f8f; text-align:left;">(https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Heinrich_Ulrichs (30.12.2018))</a>
<div class="hz"></div>
<p>
Die erste fundierte Verteidigung des gleichgeschlechtlichen Verhaltens schrieb mit ⁕Eros. Die Männerliebe der Griechen⁕ (1. Band 1836, 2. Band 1838) der Schweizer Modist und Tuchhändler Heinrich Hössli. Er begründete die Verteidigung der Liebe unter Männern mit seiner Überzeugung, dass diese Veranlagung angeboren sei.
</p>
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualität" style="font-family: Rambla; font-size:calc(0.3rem + 0.5vw); line-height:calc(0.5rem + 0.3vw); color:#bc8f8f; text-align:left;">(https://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualität (30.12.2018))</a>
<div class="hz"></div>
<div class="zwue">
Neue Begriffe braucht das Land
</div>
<p>
Davor gab es keine Beschreibung der gleichgeschlechtlichen Zuneigung als eine Eigenschaft des menschlichen Wesens. Man wusste um gleichgeschlechtliche sexuelle Betätigung, aber es gab bis dahin kein Wissen über und keinen Begriff für das, was wir heute »Homosexualität« nennen.</p>
Das Wort »Sexualität« wird in der Vorstellung und im Gebrauch fast immer im Sinne einer sexuellen Handlung verengt. Sexualität ist aber mehr als nur Sex.
Deshalb haben sich neue Begriffe etabliert.
<p></p>
<p>
Einer davon ist »Gender«. Gender ist ein Anglizismus, entlehnt aus der lateinischen Sprache, in der »genere natus« Geburtsgeschlecht heißt.
</p>
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gender" style="font-family: Rambla; font-size:calc(0.3rem + 0.5vw); line-height:calc(0.5rem + 0.3vw); color:#bc8f8f; text-align:left;">(https://de.wikipedia.org/wiki/Gender (30.12.2018))</a>
<div class="hz"></div>
<p>
»Gender« ist der Begriff für die Geschlechtseigenschaften einer Person, die durch inneres Empfinden oder die Gesellschaft geprägt wurden. Im Deutschen auch: soziales Geschlecht.
</p>
<p>
»Gender« wird vor allem in Abgrenzung zum biologischen Geschlecht verwendet.‟
</p>
<span class="ursprung">
(„National Geographic“, Januar 2017, S. 24)</span>
<div class="hz"></div>
<div class="zwue">
Der »Pfefferkuchenmann«
</div>
<p>
Ich möchte dich nun mit der »Genderbread-Person«* bekannt machen — das ist eine Ableitung von »Gingerbreadman« = »Lebkuchen-, Pfefferkuchenmann«.
</p>

<img decoding="async" src="https://willkommen-unterm-regenbogen.info/wp-content/uploads/2021/07/Genderbread.png" alt="Genderbreadman">

<span class="ursprung">
*© Sam Killerman: »The Social Justice Advocate&#8217;s Handbook: A Guide to Gender«
</span>
<div class="hz"></div><div class="hz"></div>
<div class="zwue">
A – Das biologische Geschlecht</div>
<p>(das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht)</p>

<p>
Werdende Eltern wollen oft wissen, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist. Das versucht man mit Ultraschall festzustellen.
Entscheidend für die Festlegung des biologischen Geschlechts sind die »primären Geschlechtsmerkmale«.
</p>
<p>
Das sind die Geschlechtsorgane, die vornehmlich der direkten Fortpflanzung dienen, wie z. B. Vulva, Vagina, Ovarien, Uterus, Hoden, Nebenhoden, Samenwege und Penis.
</p>
<p>
Nach der Geburt steht es dann aber eindeutig fest: Junge oder Mädchen. 
</p>
<p>
Oder doch nicht?
</p>
<p>
Unter 500 Neugeborenen ist eines, bei dem sich das biologische Geschlecht nicht eindeutig zuordnen lässt. Das nennt man dann »intersexuell«. Ihre Chromosomen, Hormone, Keimdrüsen und Genitalien weisen sowohl männliche als auch weibliche Elemente auf.
</p>
<p>
Lange versuchten Ärzte, intersexuelle Kinder unmittelbar nach der Geburt, nach den medizinischen Möglichkeiten einem Geschlecht zuzuordnen – meist dem weiblichen, weil dies operativ leichter herzustellen war.
</p>
<p>
Schätzungsweise 80.000 Menschen in Deutschland sind intersexuell.
</p><p>
</p><div class="zwue">
B – Die Geschlechtsidentität
</div>
<p>
Die Geschlechtsidentität ist Teil des Selbsterlebens eines Menschen und damit Teil seiner Identität. Damit drückt sie sich »auch im Geschlechtsrollenverhalten aus, also in all dem, was jemand tut oder lässt, um zu zeigen, dass er sich als Mann, als Frau, oder ‘irgendwie dazwischen‘ empfindet.«
</p>

<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Geschlechtsidentität" style="font-family: Rambla; font-size:calc(0.3rem + 0.5vw); line-height:calc(0.5rem + 0.3vw); color:#bc8f8f; text-align:left;">(https://de.wikipedia.org/wiki/Geschlechtsidentität (01.01.2019))</a>
<div class="hz"></div>
<p>
Entspricht die Geschlechtsidentität dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht, bezeichnet man diese Personen als »Cisgender« oder »Cis«. Cisgender ist eine Wortschöpfung aus dem lateinischen „cis“ »diesseits« – und dem englischen »gender« »Geschlecht«.
</p>
<p>
 Das trifft auf die meisten Menschen zu.
</p>
<p>
Aber eben nicht auf alle. Es gibt welche, die identifizieren sich anders. Und da gibt es eine beachtliche Bandbreite.
</p>
<p>
Ausgedrückt wird sie durch die Zeichenreihe »LSBTIQ+«.
</p>
<p>
Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Intersexuelle, Queere + andere. 
</p>
<p>
Queer bezeichnet Menschen, die nicht heterosexuell und/oder cis sind und die sich nicht in die anderen Varianten einordnen lassen.
</p>
<p>
Eine repräsentative Umfrage in der EU von 2016 ergab, dass sich 5,9 Prozent der Bevölkerung als LSBTIQ identifizieren.
</p>
<a href="https://www.queer.de/detail.php?article_id=27318" style="font-family: Rambla; font-size:calc(0.3rem + 0.5vw); line-height:calc(0.5rem + 0.3vw); color:#bc8f8f; text-align:left;">(https://www.queer.de/detail.php?article_id=27318 (01.01.2019))</a>
<div class="hz"></div>
<div class="zwue">
C – Die Genderausdrucksform
</div>
<p>
Damit bezeichnet man die äußeren Merkmale, mit denen eine Person ihr Geschlecht ausdrückt (etwa Frisur, Kleidung, Schmuck, Make-up, Tonfall oder Körpersprache). Die Genderausdrucksform kann mit der Geschlechtsidentität einer Person übereinstimmen, kann aber auch ganz anders sein.
</p>
<span class="ursprung">
(„National Geographic“, Januar 2017, S. 24)
</span>&lt;
<div class="hz"></div>
<div class="zwue">
D – Die sexuelle Orientierung
</div>
<p>
Dieser Begriff bezeichnet ein Muster emotionaler, romantischer und/oder sexueller Anziehung zu anderen Menschen.
</p>
<p>
Auch wenn das hier im Bild dem Herzen zugeordnet wird, spielt sich das alles im Gehirn ab. Das Gehirn ist das größte Sexualorgan des Menschen.
Die sexuelle Orientierung beschreibt Gefühle und Handlungen in Bezug auf andere Personen, während die Geschlechtsidentität ein tief empfundenes Gefühl des Selbst zum Ausdruck bringt.
</p>
<p>
Die Homosexualität ist die sexuelle Orientierung, die Lesben, Schwule und zum Teil Bisexuelle betrifft.
</p>
<div class="zwue">
Ursachenforschung
</div>
<p>
Im Folgenden beschränke ich mich auf Lesben und Schwule.
</p>
Man rechnet mit etwa 3 % Schwulen und 1,5 % Lesben in der Bevölkerung.
<p></p>
Warum wird man lesbisch oder schwul?
<p></p>
<p>
Diese Frage beschäftigt Sexualforscher, Ärzte und Psychologen nun seit rund 150 Jahren.
</p>
<p>
Im ausgehenden 19. Jahrhundert wurde die Homosexualität von Ärzten und Forschern überwiegend als »pathologisch« verstanden, d.h. als »Deutung von Verhaltensweisen, Empfindungen, Wahrnehmungen, Gedanken, sozialen Verhältnissen oder zwischenmenschlichen Beziehungen als krankhaft«.
</p>
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pathologisierung" style="font-family: Rambla; font-size:calc(0.3rem + 0.5vw); line-height:calc(0.5rem + 0.3vw); color:#bc8f8f; text-align:left;">(https://de.wikipedia.org/wiki/Pathologisierung (01.01.2019))</a>
<div class="hz"></div>
<p>
Damit kamen homosexuell veranlagte Menschen aus den Gefängnissen in psychische Heilanstalten, und damit in die Hände experimentierwütiger Ärzte.
</p>
<p>
Bei vielen Menschen hat sich allerdings die Vorstellung festgesetzt, bei der Homosexualität handele es sich um einen bewusst gewählten »widernatürlichen Lebensstil« oder um eine Prägung durch frühkindliche Erlebnisse.
</p>
<p>
Aus beiden Sichtweisen wird gefolgert: Homosexualität ist heilbar!
</p>
<p>
Oder austreibbar, durch einen Exorzismus zum Beispiel.
</p>
<p>
Diese Meinung wird in konservativen und fundamentalistischen christlichen Kirchen, im Islam und in vielen Ländern im Nahen Osten, in Afrika und Asien vehement verteidigt. In über 60 Ländern sind homosexuelle Aktivitäten strafbar. In einigen Ländern wird sogar die Todesstrafe verhängt.
</p>
<div class="hz"></div>
<p>
Die gegenwärtige Sexualforschung kommt da zu anderen Ergebnissen.
</p>
<p>
 Interessanterweise gibt es weit mehr Studien zu Schwulen als zu Lesben.
 </p>
 <p>
Vielleicht hat das was damit zu tun, dass zwei Männer, die Händchen haltend spazieren gehen, entsprechend der sozialen Rolle, die ihnen zugeteilt wurde, mehr Aufmerksamkeit erregen, als wenn zwei Frauen das Gleiche tun.
</p>
<div class="hz"></div>
<p>
Um ein Ergebnis der Forschung gleich vorweg zu nennen: Man weiß bis jetzt nicht genau, warum Menschen lesbisch oder schwul werden.
</p>
<p>
Eine der größten Studien zu diesem Thema (veröffentlicht in »Science«) mit fast 500000 Teilnehmern hat klargestellt: Es gibt kein einzelnes Gen, das die sexuelle Orientierung bestimmt. 
</p>
<p>
Man schätzt, dass genetische Faktoren etwa **8 % bis 25 %** (je nach Studie auch bis zu 32 %) der Unterschiede in der sexuellen Orientierung erklären.
Es sind tausende winzige genetische Varianten beteiligt, die jeweils nur einen minimalen Effekt haben. Einige dieser Gene hängen zum Beispiel mit dem Geruchssinn oder der Regulierung von Hormonen zusammen.
</p>
<p>
Aber man hat interessante Entdeckungen gemacht.
</p>
<p>
Ein sehr spannendes Feld ist die Epigenetik. Hier geht es nicht um die Gene selbst, sondern darum, wie sie „an- oder ausgeschaltet“ werden.
</p>
<p>
Die Forschung deutet darauf hin, dass die hormonelle Umgebung im Mutterleib (vor allem der Testosteronspiegel) während kritischer Phasen der Gehirnentwicklung eine Rolle spielt.
</p>
<p>
Es gibt Hinweise, dass „Epimarker“ (chemische Schalter an der DNA), die normalerweise die Empfindlichkeit für Hormone steuern, manchmal vom Vater auf die Tochter oder von der Mutter auf den Sohn übertragen werden, was die spätere sexuelle Orientierung beeinflussen kann.</p>
Einer der am besten dokumentierten Befunde in der Biologie der Homosexualität von Männern weist darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Junge homosexuell wird, mit jedem älteren Bruder, den er von der gleichen biologischen Mutter hat, um etwa 33 % steigt.
</p>
<p>
Dafür verantwortlich ist wohl eine Immunantwort der Mutter in der Schwangerschaft.
</p>
<p>
Wissenschaftler hatten das Blut von 54 Frauen untersucht, die homosexuelle Söhne hatten, und es mit dem Blut von 72 Müttern verglichen, die heterosexuelle Söhne hatten. Sie fanden heraus, dass Erstere deutlich größere Mengen eines bestimmten Antikörpers im Blut hatten.
</p>
<p>
Dieser Antikörper richtet sich gegen ein bestimmtes Eiweiß namens NLGN4Y (Neuroligin 4 Y-Bindung). Nur männliche Föten produzieren es, weil es vom Y-Chromosom stammt – und dieses Eiweiß ist wichtig für die männliche Gehirnentwicklung.
</p>
<p>
Dem Team um Blanchard und Bogaert fiel außerdem auf: Je mehr Söhne eine Frau bekommen hatte, umso mehr dieser Antikörper zirkulierten in ihrem Blut.
</p>
<p>
Es sah danach aus, als ob bei den später geborenen Söhnen nicht mehr viel des Eiweißes NLGN4Y im Gehirn des Babys ankam, weil das Immunsystem der Mutter zu viele Antikörper ins Rennen geschickt hatte. Das könnte die sexuelle Orientierung des Kindes beeinflussen, schreiben die Forscher.
</p>
<p>
Allerdings heißt das nicht, dass Homosexualität nur auf diesem Wege entstehen könne.</p>
<a href="https://www.welt.de/wissenschaft/article171538709/Deshalb-sind-juengere-Soehne-oefter-homosexuell.html" style="font-family: Rambla; font-size:calc(0.3rem + 0.5vw); line-height:calc(0.5rem + 0.3vw); color:#bc8f8f; text-align:left;">(https://www.welt.de/wissenschaft/article171538709/Deshalb-sind-juengere-Soehne-oefter-homosexuell.html (01.01.2019))</a>
<div class="hz"></div>
<p>
Denn auch weibliche Embryos können ja homosexuell werden, bei denen dieses Eiweiß nicht vorkommt.
</p>
<p>
Eine zweite Entdeckung, die Forscher gemacht hatten, betraf auch die Entwicklung des Gehirns vom Embryo.
</p>
<p>
Die Ausbildung der primären Geschlechtsorgane geschieht in der 6. bis 12. Schwangerschaftswoche.
</p>
<p>
Das Gehirn des Embryos entwickelt weitgehend in der 8. bis 24. Schwangerschaftswoche die Gehirnstrukturen, die mit der späteren sexuellen Ausprägung zu tun haben.
</p>
<p>
Für diese Entwicklung sind Hormone von großer Bedeutung, für männliche Embryos besonders der Einfluss von Testosteron.
</p>
<div class="hz"></div>
<p>
Eine Gehirnforscherin hat in einer Vortragsreihe zum Thema »Gehirn und Sexualität« von einer »Testosterondusche« des Gehirns gesprochen, die in einer bestimmten Wachstumsphase nötig ist, damit aus einem Embryo mit männlichen primären Geschlechtsorganen ein cis-Mann wird.
</p>
<p>
Es gibt noch viele andere Faktoren, die die Entwicklung des sexuellen Gehirns beeinflussen, einschließlich des Vorhandenseins von Östrogen, Progesteron und einer Reihe von Aminosäureverbindungen.
</p>
<p>
[Das Alpha-Fetoprotein (AFP) ist ein Eiweiß, das von Leber- und Darmzellen in geringen Mengen und darüber hinaus in der Schwangerschaft vom embryonalen Dottersack gebildet wird. Im Blut des Ungeborenen hat AFP eine Transportfunktion für Eiweiße.]</p>
Aufgrund des Hormonhaushalts der werdenden Mutter, von Abweichungen im Timing und von Störungen des embryonalen Wachstums können die Ausgestaltung der Geschlechtsorgane und des Gehirns unkoordiniert voneinander geschehen, was zu nicht zusammenpassenden Geschlechtseigenschaften führen kann.
<p></p>
<span class="ursprung">
{„Christian Attitudes Toward Sex and Women’s Ordination: Cerebrocentric versus Genitocentric Theology‟, Jeffrey Kent, Spectrum Magazine, 05.05.2014}
</span>&lt;
<div class="hz"></div>
<p>
Es funktioniert ja aber recht gut, also wie wir es erwarten, bei über 90% der Menschen.
</p>
<p>
Es gibt Hinweise, dass dieselben Genvarianten, die bei Männern Homosexualität fördern, bei deren weiblichen Verwandten (Müttern/Schwestern) zu einer höheren Fruchtbarkeit führen können. Die Natur nimmt die Homosexualität bei einigen Individuen also in Kauf, weil das Genpaket insgesamt die Vermehrung der Sippe stärkt.
</p>
<div class="zwue">
Es gibt noch viel zu tun
</div>
<p>
Es gibt in diesem Gebiet noch viel zu erforschen, um herauszufinden, warum Menschen sich als Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Intersexuelle usw. identifizieren.
</p>
<div class="hz"></div>
<p>
Ich persönlich bin überzeugt, dass ein Mensch als das sexuelle Wesen geboren wird, als das er sich selbst bewusst oder unbewusst, gewollt oder ungewollt, wahrnimmt.
</p>
<div class="hz"></div>
<p>
Ich bin überzeugt, dass Homosexualität eine Variante in dem breiten Spektrum menschlichen Seins ist, durchaus vergleichbar mit Autismus, Linkshändigkeit oder der Farbe der Augen.
</p>
<div class="hz"></div>
<p>
Ich bin überzeugt, dass es keine »Heilung« von der Homosexualität gibt und Leute, die so etwas anbieten, Scharlatane sind.
</p>
<div class="hz"></div>

Aber: Menschen können, aus was für Gründen auch immer, homosexuelle Praktiken ausleben und sie auch wieder lassen.
<p></p>
<p>
Aber das sind der Definition nach keine Homosexuellen.
</p> 
<p>
Und deren Verhaltensänderungen als »Heilung« von der Homosexualität zu propagieren, ist unehrlich und sogar schädlich, denn es treibt die Rate der Selbsttötungen bei nicht »geheilten« Jugendlichen aus konservativen christlichen Kirchen dramatisch in die Höhe.
</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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	</channel>
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